Jesus Christus: Das wahre Lamm Gottes und unser Weg zum Vater
Gottesdienst vom 26.04.2026 | Prediger: Immanuel
Ich grüße jeden Einzelnen von euch im Namen unseres Herrn und Gottes. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, heute Gottes Wort zu teilen, und ich bin dankbar für jeden, der gekommen ist, um zuzuhören und sich segnen zu lassen. Wir wollen gemeinsam einen Blick in die tiefe Wahrheit der Schrift werfen und im Namen Jesu Christi eine von Segen erfüllte Zeit haben.
Bevor wir tief in das Wort Gottes eintauchen, ist es wichtig, sich die Kraft des Gebets und des Segens vor Augen zu führen. Wenn wir in der Bibel lesen, sehen wir faszinierende Dynamiken. Als Mose das Volk Israel aus Ägypten herausführen wollte, war das Erste, was er tat, zu seinem Schwiegervater Jitro zu gehen. Sein Schwiegervater betete für ihn und segnete ihn. Wir lernen daraus, wie wichtig es ist, Segen zu empfangen und im Gebet füreinander einzustehen. Gott möchte seine Kraft fließen lassen und Heilung schenken, wenn wir uns im Gebet vereinen.
Die Trennung zwischen Gott und Mensch
Wir befinden uns in einer Zeit, in der wir uns an das zentrale Geschehen unseres Glaubens erinnern: Jesus Christus wurde gekreuzigt, ist gestorben, am dritten Tag aus dem Grab auferstanden und in den Himmel aufgefahren. Auch das Pfingstfest und die Ausgießung des Heiligen Geistes stehen in diesem großen heilsgeschichtlichen Zusammenhang.
Um zu verstehen, warum all dies notwendig war, müssen wir zurück zum Anfang gehen. Im ersten Buch Mose, besonders in Kapitel 3, lesen wir von Adam und Eva. Durch sie kam die Sünde in diese Welt. In dem Moment, als die Sünde in die Welt eintrat, entstand eine tiefe Kluft. Es passierte zweierlei: Erstens entstand eine Trennung zwischen Gott und dem Menschen, und zweitens eine Trennung zwischen Mensch und Mensch. Der Teufel trat auf wie eine Schlange, verführte den Menschen, und als Folge dieser Sünde mussten Adam und Eva den Garten Eden verlassen.
Das Lamm Gottes und seine Bestimmung
In diesem Zusammenhang ist es essenziell, auf das „Lamm Gottes“ zu schauen. Im Johannesevangelium (Kapitel 1) sieht Johannes der Täufer Jesus und ruft aus: „Siehe, das ist das Lamm Gottes!“
Wenn wir uns die Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium ansehen, erfahren wir, dass Jesus in einem Stall, in einer Krippe, geboren wurde. Gleichzeitig wird von Hirten berichtet, die nachts auf dem Feld ihre Herden bewachten. Diese Hirten hüteten nicht irgendwelche Schafe. Es waren Schafe, die in den Tälern und auf den Bergen geweidet und, wenn die Zeit reif war, nach Jerusalem gebracht wurden, um dort beim Passahfest als Opfertiere zu dienen. Die Engel des Herrn erschienen genau diesen Hirten und verkündeten ihnen, dass das ultimative Lamm Gottes geboren wurde.
Jetzt verstehen wir auch, warum Jesus in einem Stall zur Welt kommen musste. Ein Opferlamm wird nicht in einem Palast oder einem normalen Wohnhaus geboren – es kommt in einem Stall zur Welt. Er musste dort geboren werden, weil er genau dieses Lamm Gottes war.
Damals trugen die Schafe oft eine Art Kennzeichnung um den Hals, damit man wusste, wem sie gehörten. Da stand beispielsweise der Name des jeweiligen Besitzers darauf. Als Jesus ans Kreuz genagelt wurde, brachte man ebenfalls ein Schild über ihm an. Dort stand: „Jesus von Nazareth, der König der Juden.“ Betrachtet man diese Inschrift auf Hebräisch (Jeschua Ha-Nozri U-Melech Ha-Jehudim), so ergeben die Anfangsbuchstaben den Namen Gottes: JHWH (Jahwe). Dies erinnert uns an Abraham, der bei der Opferung Isaaks sagte: „Gott wird sich selbst das Schaf zum Brandopfer ersehen.“ Gott selbst hat das Opferlamm bereitgestellt.
Der Weg zur Wiederherstellung in den Büchern Mose
Wir wissen, dass die Torah aus den fünf Büchern Mose besteht, und jedes dieser Bücher hat eine tiefe geistliche Bedeutung für unseren Weg mit Gott:
Das erste Buch zeigt uns, wie der Mensch sündigte und aus der Gegenwart Gottes entfernt wurde.
Das zweite Buch (Exodus) beschreibt, wie Gott kommt, um diesen verlorenen Menschen zu retten und aus der Sklaverei zu befreien.
Das dritte Buch (Levitikus) zeigt auf, wie der errettete Mensch nun durch den priesterlichen Dienst geheiligt wird und Gott wieder näherkommen kann.
Das vierte Buch (Numeri) ist das Buch der Wüste. Der Mensch ist gerettet, hat sich Gott genähert, muss nun aber lernen, wie er seinen Weg durch die Wüste dieser Welt geht.
Das fünfte Buch (Deuteronomium) spricht schließlich von Segen und Fluch. Wer sich für Gottes Weg entscheidet, wird Errettung und Segen finden; wer ihn ablehnt, geht verloren.
Gottes Sehnsucht nach Gemeinschaft
Wenn wir das Buch Exodus betrachten, fällt etwas Erstaunliches auf. Von Kapitel 25 bis 40 – also ganze 15 Kapitel lang – beschreibt Gott detailliert die Errichtung der Stiftshütte. 15 Kapitel nur für ein Zelt! Wenn wir jedoch in das erste Buch Mose schauen, benötigt Gott für die Beschreibung der gesamten Erschaffung der Welt und des Universums gerade einmal ein einziges Kapitel.
Was sagt uns das? Es zeigt das Herz Gottes. Für ihn ist das Wichtigste, wie wir ihn kennenlernen und wie wir wieder in seine Gegenwart kommen können. Können wir uns ihm aus eigener Kraft nähern? Auf keinen Fall. Zuerst muss Gott zu uns kommen, unsere Hand nehmen und uns zu sich ziehen. Wenn wir versuchen, uns Gott aus eigener Anstrengung zu nähern, wird daraus bloße Religion. Es wird zu einem System aus Werken, Ritualen und äußerlichen Waschungen. Gott aber sucht echte Gemeinschaft.
Deshalb befahl Gott Mose, die Stiftshütte genau nach dem himmlischen Vorbild zu bauen, das ihm auf dem Berg gezeigt wurde.
Die Stiftshütte und das Bild des Kreuzes
Die Stiftshütte bestand aus drei Bereichen: dem Vorhof, dem Heiligtum und dem Allerheiligsten. Darin befanden sich insgesamt sieben heilige Gegenstände. Im Vorhof standen der Brandopferaltar und das bronzene Waschbecken. Im Heiligtum befanden sich der siebenarmige Leuchter, der Schaubrottisch und der Räucheraltar. Im Allerheiligsten schließlich stand die Bundeslade.
Wenn man die Positionen dieser Gegenstände in der Stiftshütte betrachtet und miteinander verbindet, ergeben sie exakt die Form eines Kreuzes.
In Exodus 25 beginnt Gott mit der Beschreibung dieser Gegenstände. Das Erste, worauf der Fokus gelegt wird, ist die Bundeslade. In ihr befanden sich die Zehn Gebote, ein Krug mit Manna und der Stab Aarons, der gegrünt hatte. Nach der Bundeslade wird der Leuchter beschrieben, danach der Tisch mit den Schaubroten. Interessanterweise wird der kleine Räucheraltar, der genau zwischen Leuchter und Tisch stand, an dieser Stelle zunächst ausgelassen und erst viel später erwähnt. Die Stiftshütte ist voller solcher Geheimnisse, die uns dazu einladen, Gottes Wort tiefer zu studieren.
Die verlorenen Heiligtümer und die Kleidung des Hohepriesters
In der Stiftshütte dienten Priester, und der Hohepriester trug ein ganz besonderes Gewand. Ebenso wie es sieben heilige Gegenstände gab, bestand auch die Kleidung des Hohepriesters aus sieben Teilen.
Als das Volk Israel später nach Babylon verschleppt wurde und aus dem Exil zurückkehrte, gingen zwei entscheidende Dinge dauerhaft verloren. Das Erste war die Bundeslade. Das Zweite waren die Urim und Thummim – zwei Steine, die der Hohepriester in der Brusttasche seines Amtsgewandes (dem Brustschild) trug. Mit diesen Steinen wurde der Wille Gottes erfragt. Sie verschwanden. Im Buch Nehemia wird beschrieben, dass man warten müsse, bis wieder ein Priester aufsteht, der Urim und Thummim trägt. Dieser vollkommene Hohepriester, auf den die ganze Schrift hindeutet, ist Jesus Christus.
Jesus Christus: Unser vollkommener Hohepriester
Um das Werk Jesu besser zu verstehen, hilft uns ein Blick auf den Hohepriester am Versöhnungstag (Jom Kippur). Der Hohepriester betrat das Allerheiligste in prachtvollen, wunderschönen Kleidern. Doch im Philipperbrief (Kapitel 2) sehen wir ein noch größeres Bild: Jesus, der Gott war, hat seine himmlische Herrlichkeit verlassen. Er legte seine „prachtvollen Kleider“ der Gottheit ab, nahm Knechtsgestalt an und wurde den Menschen gleich.
Bevor der alttestamentliche Hohepriester das Werk der Versöhnung tat, legte er sein prachtvolles Gewand ab und zog einfache weiße Leinenkleider an. Genauso verließ Jesus den Himmel, um uns zu retten.
Am Versöhnungstag wurden verschiedene Tiere als Stellvertreter genommen. Zuerst opferte der Hohepriester einen Stier für seine eigene Sünde und brachte das Blut zum Altar. Dann nahm er zwei Ziegenböcke. Einer wurde geopfert, und sein Blut wurde über den Altar gegossen. Auf den anderen Bock legte der Hohepriester seine Hände, bekannte die Sünden des Volkes darüber und schickte ihn lebendig in die Wüste. Dieser Bock lief in die Wüste bis zu einem Ort namens Asasel. Oft denkt man bei Asasel an einen Dämon oder den Tod, aber linguistisch setzt sich das Wort aus „Aza“ (Ziege/Bock) und „Sil“ (Entfernung) zusammen. Es bedeutet die völlige Entfernung der Sünde.
Vergebung und völlige Entfernung der Sünde
Was hat Jesus nun für uns getan? Hat er unsere Sünden nur getragen, oder hat er sie auch entfernt?
Psalm 103,12 gibt uns die Antwort: „So fern der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Vergehen.“
Der erste Bock, der geopfert wurde, steht für die Vergebung unserer Sünden durch das vergossene Blut Jesu. Er ist das Lamm, das unsere Sünden auf sich nahm.
Der zweite Bock, der in die Wüste geschickt wurde, zeigt uns, dass unsere Sünden durch Jesus weit, weit weggebracht wurden. Sie sind entfernt und nicht mehr zu finden. Hebräer 8,12 bestätigt das: „Denn ich werde ihren Ungerechtigkeiten gnädig sein, und ihrer Sünden werde ich nie mehr gedenken.“
In Jesaja 53,4-5 heißt es: „Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen… Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der Herr warf unser aller Sünde auf ihn. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“
Wir alle waren in die Irre gegangen. Jeder wählte seinen eigenen Weg. Im Römerbrief (Kapitel 3, 13-17) sehen wir die drastischen Folgen der Sünde: „Ihr Schlund ist ein offenes Grab… Schlangengift ist unter ihren Lippen; ihr Mund ist voll Fluchen und Bitterkeit. Ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen; Verwüstung und Elend sind auf ihren Wegen, und den Weg des Friedens kennen sie nicht.“
Aber die Lösung finden wir in Johannes 3,16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“
Jesus hat das himmlische Haus verlassen, die Heiligkeit und die göttliche Kleidung abgelegt und die Erniedrigung auf sich genommen. Er kam nicht nur, um Opfer darzubringen, sondern er hat sich selbst geopfert. Jeder, der an ihn glaubt, ist gerettet. Das Werk ist vollbracht. Danach legte Jesus das einfache Gewand wieder ab, zog die göttliche Kleidung der Herrlichkeit wieder an, betrat das himmlische Allerheiligste und sitzt heute zur Rechten des Vaters.
Das Geheimnis der Errettung
Das ist das Werk, das Jesus für uns getan hat. Er ist das Lamm Gottes, das die Sünde der ganzen Welt trägt. In Levitikus 16 wird das Fest Jom Kippur genau beschrieben. Wann findet es statt? Im siebten Monat, am zehnten Tag. Zehn plus sieben ergibt 17.
Die Zahl 17 begegnet uns bereits in der Genesis bei der Geschichte der Errettung durch die Arche. Am 17. Tag des Monats ruhte die Arche Noahs auf dem Gebirge Ararat. Am 17. Tag fand die Rettung statt. Und es ist kein Zufall, dass auch die Auferstehung Jesu Christi eine mathematische und theologische Vollendung in den Festen Israels findet. Das ganze Kapitel über Jom Kippur ist voll von prophetischen Geheimnissen über das Werk Jesu Christi.
Wir können uns Gott nicht nähern, außer durch den Glauben an das Werk, das Jesus am Kreuz vollbracht hat. Niemand außer Gott selbst konnte dieses Werk tun. Manche behaupten, Jesus sei nur ein Engel gewesen. Aber glaubt ihr wirklich, dass Gott einen Engel für die Sünden der Menschen opfern würde? Nur Gott selbst konnte Mensch werden, sich für uns hingeben und den Tod besiegen.
In Seinem Namen vor den Vater treten
Jesus sagte zu seinem Vater: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen.“
Denken wir an die Geschichte von Josef, der ein wunderbares prophetisches Bild auf Jesus ist. Josef sagte zu seinen Brüdern, sie sollten zu ihrem Vater Jakob gehen und ihm von ihm erzählen. Als Jakob hörte, dass Josef lebt, wurde sein Herz lebendig und er freute sich unbändig. Alles, was Gott dem Vater Freude bereitet, ist sein Sohn Jesus Christus. Wenn wir zum Vater kommen und im Namen des Sohnes bitten, dann tun wir das, weil Gott sich über seinen Sohn freut.
Deshalb sagt Jesus, dass wir den Vater in seinem Namen um alles bitten dürfen. Alle unsere Nöte, unsere Hoffnungen und alles, was wir brauchen, können wir im Namen Jesu Christi vor den Vater bringen.
Wenn wir uns im Gebet eins machen, ist es nicht Menschenkraft, die wirkt, sondern die Hand des Herrn, die uns berührt. Wir bitten im Namen des Sohnes den Vater für den Segen der Gemeinde und für jeden Einzelnen. Auch wenn der Lebensweg manchmal beschwerlich ist und uns Kraft kostet – wenn wir uns aufmachen und in Gottes Gegenwart treten, dann schaut Jesus uns an und sagt: „Vater, sieh her, das sind meine Kinder, für sie trete ich ein.“ Über jeden Einzelnen von uns freut sich Jesus. Und wir kommen in seine Gegenwart, damit sein Herz erfreut wird. Amen.
(Transkribiert und zusammengefasst von KI)
