Ein Anker in der Not: Wie Gott uns in Stürmen hält

Gottesdienst vom 12.04.2026 | Prediger: Georg Messerschmidt

Danke schön, dass ihr euch auf den Weg gemacht habt und hierher gekommen seid. Ich weiß, dass viele von euch eine Menge Probleme haben. Es wurde erwähnt, dass es Menschen unter uns gibt, die im Krankenhaus sind, und dass es in manchen Familien Trauerfälle gab. Auch ich war auf einer Beerdigung von einer lieben Bekannten im Herrn, mit der wir früher sehr verbunden waren und die am Freitag nach Hause gegangen ist. Es gibt auch noch andere Krankheiten und Menschen, die damit zu kämpfen haben. Manche kämpfen noch mit den Folgen einer Lungenentzündung, andere haben Rückenschmerzen, Enttäuschungen oder vielleicht sogar psychische Probleme, mit denen sie tagtäglich ringen.

Ihr habt euch aber aufgemacht. Ihr seid hierher gekommen. Ihr wusstet, wenn ihr hierher kommt, dann werden wir dem Herrn lobpreisen und singen. Wir werden ihn anbeten, vor ihm innerlich niederfallen und ihn ehren. Und das inmitten dieser Situationen, die um uns herum sind, die uns belasten – das Ganze nennt man auch Not. Wir werden heute auf verschiedene Nöte eingehen. Aber ihr habt euch aufgemacht und seid hierher gekommen. Und das ist gut so.

Schutz und Zuflucht im Alltag

David, der Psalmist, hat es einmal so ausgedrückt in Psalm 59, Vers 17: „Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens deine Güte rühmen“, so wie ihr das heute tut. Doppelpunkt: „Denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not.“ Auch er ist morgens zu dem Herrn gekommen, hat den Herrn gerühmt, gepriesen und angebetet, zum Trotz der Situationen, in denen er im Alltag stand. Er hatte Anfechtungen und Nöte gehabt, eine nach der anderen.

Du bist also nicht allein, auch damals war das schon so. Und nur weil wir Christen sind, sind wir nicht von Nöten ausgenommen. Wir leben nun einmal in dieser Welt. Stell dir vor, du wärst Christ und plötzlich hättest du keine Krankheit mehr, keine Geldsorgen mehr, keine anderen Probleme mehr. Dir ginge es in allem gut. Das wäre ein riesiger Kontrast zu den Menschen da draußen. Dann könntest du den Menschen erzählen, was du willst, sie würden dir nichts mehr glauben. Sie würden mit Recht zu dir sagen: „Sei du erst einmal in meiner Situation, dann können wir reden.“

Jesus versteht unser Leid

Auch Jesus ist auf diese Erde gekommen, und die Bibel sagt, dass Jesus in allem versucht war. Alle Schmerzen, alle Leiden, alle Sorgen – in allem ist er uns gleich geworden. Das, was du trägst – sei es Verrat, Krankheit, Verlust, was auch immer –, all das hat Jesus auch miterduldet. Deshalb bist du heute hier am richtigen Ort. Wenn es dir schlecht geht, dann ist der richtige Ort hier in der Gemeinschaft. Der Herr segne dich mit Fülle, mit Kraft und mit Gnade.

Ich bete, dass du inmitten all der Schwierigkeiten und all der Karussellgedanken weißt, dass Gott deine Hand hält. Gott trägt dich inmitten dieser Nöte. Wenn du mit ihm sprichst, sagt Jesus: „Ich habe es miterlebt. Ich weiß, wie es dir geht.“ Er ist der Einzige, zu dem du kommen kannst und der wirklich sagen kann: „Ich weiß.“ Keiner von uns Menschen kann alles komplett nachvollziehen, aber der Herr kann es. Er kennt die tiefsten Elemente deines Körpers und deines Herzens. So oft versuchen Menschen uns zu trösten, und wir denken uns: „Du hast doch keine Ahnung.“ Aber der Herr weiß, wie es ist.

Wir sprechen von Nöten, in denen Gott selbst uns die Hand hält. Gott hilft auch in Situationen, in die man arglos hineingeraten ist. Psalm 116, Vers 6 drückt das sehr gut aus: „Der Herr behütet die Einfältigen.“ Damit ist gemeint, dass du vielleicht nichts Böses gedacht hast und plötzlich in Schwierigkeiten gerätst. Du hast dich vielleicht auf etwas gefreut, und plötzlich gibt es eine Unterstellung, und du kannst sie nicht widerlegen. Aber der Herr hilft dir. Gott ist nicht nur in den theologischen Seminaren zu Hause, er greift in deinen Alltag ein. Er behütet die Einfältigen, und wenn man unterliegt, dann hilft er. Er reicht dir die Hand, genau wie Jesus Petrus aus dem Wasser zog, als dieser zu sinken drohte. Du musst ihm nur deine Hand entgegenstrecken und dieses Vertrauen aufbringen.

Hoffnung bei Krankheit und Schmerz

Der Herr hilft in der Not. Wir haben von Krankheiten gehört. Not ist ein allgemeiner Begriff, aber der Herr ist für all diese Nöte da. Für jede Krankheit, für große Leiden und auch für kleine Beschwerden. Oft fühlt man sich so allein, so abgetrennt von der Welt. In Markus 5, Verse 25 und 26 lesen wir von einer Frau, die seit zwölf Jahren an einer Dauerblutung litt. Sie hatte viel erlitten von vielen Ärzten, ihren gesamten Lebensunterhalt verbraucht, aber es hatte nichts geholfen – es war nur noch schlimmer geworden. Hier ist Leid direkt greifbar beschrieben. Das passiert auch heute noch.

Es ist eine Not, in der die Person sagen könnte: „Niemand hat eine Ahnung, wie es mir geht.“ Aber auf Jesus wurden am Kreuz alle Krankheiten geladen. Er musste diese Leiden tragen. Er ist es, der wahrhaftig sagen kann: „Ich weiß.“ Als ich selbst einmal eine schwere Diagnose bekam und der Arzt mich ernsthaft anschaute, fühlte es sich an, als hätte mich eine Kanonenkugel getroffen. Aber Jesus ist derjenige, der all diese Dinge getragen hat. Er nimmt uns an der Hand und sagt: „Du bist nicht allein. Ich trage diese Not mit dir.“

Wenn Lebensstürme Angst machen

Es gibt noch eine andere Not, die Angst oder Furcht heißt. Markus 4, Vers 38 erzählt davon, wie Jesus hinten im Boot auf einem Kissen schlief. Ein großer Sturm kam auf, und die Jünger bekamen nicht nur ein bisschen Angst, sondern echte Existenzangst. Ihr Boot drohte zu sinken. Was taten sie? Sie weckten ihn auf und sagten: „Meister, fragst du nicht danach, dass wir umkommen?“ Jesus antwortete mit der bekannten Herausforderung: „Oh ihr Kleingläubigen.“ Das war keine bloße Zurechtweisung, sondern die Erinnerung: „Ich bin doch hier bei euch!“

Oft vergessen wir das. Wenn uns Gefahr droht, rennen wir überall hin und vergessen, dass Jesus mit uns im Boot ist. Jesus ist bei uns, weil er uns liebt. Niemand kann wahre Liebe so ausdrücken wie Jesus Christus, er ist der Ursprung der Liebe. Lasst uns im Vertrauen zu ihm kommen. Natürlich verdienen auch Ärzte und Helfer unser Vertrauen, aber Gott ist es, der uns letztlich trägt. Die Bibel ist voll von der Zusage: „Fürchtet euch nicht. Habt keine Angst.“

Selbst in völlig fremden und unlösbar scheinenden Situationen – etwa wenn man sich sprachlich in einem fremden Land nicht verständigen kann – sorgt Gott. Er lenkt die Umstände, bringt die richtigen Menschen auf den Weg und öffnet Türen, wo wir keine sehen.

Hilfe für die Hilflosen

Gott hilft uns auf seine Art und Weise. Wir wollen oft, dass mit einem Fingerschnippen alles verschwindet. Wir wünschen uns Lösungen wie aus der Flasche eines Flaschengeistes. Aber Gott ist kein Flaschengeist; er handelt innerhalb der Prinzipien seiner Schöpfung.

Oft werden wir von Problemen und Sorgen bedrängt und mühen uns ab, ohne es zu schaffen. In Markus 9, Verse 17 und 18 bringt ein Vater seinen Sohn zu Jesus, der von einem stummen Geist geplagt wird. Die Jünger konnten nicht helfen. Es ist eine riesige Not, wenn man sein Kind leiden sieht und keinen Zugang findet. Doch Jesus nimmt sich der Sache an, er spricht sein Wort, und die Situation wendet sich.

Wir haben allezeit kranke und belastete Menschen um uns. Das war vor Jesus so, das ist heute so, und das wird bis zur Vollendung der Welt so sein. Aber mitten in dieser Situation haben wir Jesus. Es sind nicht die Menschen, Berater oder Seelsorger, die das Herz und die innersten Gedanken eines Menschen so kennen wie Gott. Sie können uns nur auf Jesus hinweisen. Er ist das lebendige Wort, durch das alles geschaffen wurde. Bei ihm sind wir in bester Gesellschaft.

In Johannes 5, Vers 7 lesen wir von einem Kranken am Teich Bethesda, der absolut hilflos war. Er sagte: „Herr, ich habe keinen Menschen, der mich zum Teich bringt.“ Andere waren immer schneller als er. Doch du musst nicht auf den perfekten Moment am Teich warten – Jesus steht direkt neben dir. Er ist deine Chance und deine Hilfe.

Ein Anker in der Hoffnungslosigkeit

Gott hilft auch den Hoffnungslosen. In Apostelgeschichte 27, Vers 20 befindet sich Paulus auf einem Schiff im tiefsten Sturm: „Weil aber viele Tage weder Sonne noch Sterne schienen und uns ein starkes Unwetter bedrängte, schwand alle Hoffnung auf Rettung dahin.“

Jesus ist unsere Hoffnung. Wenn die menschliche Hoffnung stirbt, ist die Hoffnung auf Gott eine Gewissheit, die zum Sieg führt. Jesus Christus ist diese Hoffnung in Person. Glaube, Liebe und Hoffnung sind das Höchste, was es gibt. Jesus ist der Anker, an dem du dich festhalten kannst, damit du im Sturm nicht weggespült wirst.

Gebet und Ermutigung

Danke, Vater im Himmel, für deine Gnade. Danke für deine Liebe, für deinen Beistand und deine Kraft. Danke, dass du uns in unseren Schwierigkeiten und in hoffnungslosen Fällen nicht allein lässt, sondern sprichst: „Fürchte dich nicht.“ Du bist unsere Kraft und unsere Heilung. Du hast all unsere Ängste und Krankheiten getragen. Danke, Jesus, dass wir nicht allein sind und dass du deine Hand ausstreckst, wo auch immer wir drohen unterzugehen – sei es durch Krankheit, Sorgen, Verleumdung oder Hilflosigkeit. Deine Hand ist da. Amen.

Wenn jemand Gebet oder Hoffnung braucht, seid ermutigt, damit vor Gott zu kommen. Lasst uns gemeinsam unsere Hände zu Jesus ausstrecken. Egal, welche Not euch drückt, ob körperlich, seelisch, psychisch oder finanziell – der Herr will dir begegnen und dich stärken.

(Transkribiert und zusammengefasst von KI)

Ähnliche Beiträge