Richtiges Sehen – Wie der richtige Blick das Leben verändert

Gottesdienst vom 01.02.2026 | Prediger: Georg Messerschmidt

Liebe Gemeinde, ich freue mich, dass ihr da seid. Als ich in Stuttgart war, habe ich an euch gedacht – an jeden einzelnen.

Heute lese ich aus 2. Könige 6, Verse 16–17:
„Fürchte dich nicht, denn die, die bei uns sind, sind zahlreicher als die, die bei ihnen sind.“
Und Elisa betete: „Herr, öffne ihm die Augen, damit er sieht.“
Da öffnete der Herr dem Diener die Augen, und er sah: Der Berg war voller feuriger Rosse und Wagen um Elisa her.

Vater im Himmel, danke, dass du heute sprechen willst. Öffne uns die Augen, damit wir verstehen, was du uns zeigen möchtest. Amen.


Die geistliche Sehschwäche

Vor vielen Jahren, als ich in Northeim anfing zu arbeiten, musste ich an Maschinen mit vielen Sensoren und Bildschirmen stehen. Ich machte Fehler – nicht, weil ich unaufmerksam war, sondern weil ich schlicht nicht richtig sah. Mein Kollege sagte: „Georg, du brauchst eine Brille.“

So ist es auch geistlich. Wir sehen die Dinge nicht immer klar. Wir haben „Sehprobleme“. Viele von uns kämpfen mit Herausforderungen – Krankheit, Ungerechtigkeit, Enttäuschung, Angst. Wer von euch hat Probleme im Leben? (Hände gehen hoch.)

Genau das ist die Botschaft heute: Wir brauchen richtiges Sehen.


Richtiges Sehen – mit Gottes Augen

Die Geschichte von Elisa zeigt: Sein Diener sah nur das feindliche Heer und hatte Angst. Doch Elisa sah mehr. Er sah Gottes Engel – unsichtbare Hilfe, bereit zum Kampf.

Genauso bei Petrus im Matthäusevangelium 14: Petrus geht auf dem Wasser. Solange er Jesus ansieht, trägt ihn das Wasser. Als er aber auf Wind und Wellen schaut, beginnt er zu sinken.

Das ist unser Problem: Wir verlieren den Blick auf Jesus und starren auf das Problem. Viele Ehen scheitern daran – Mann und Frau sehen einander, aber nicht mehr durch Jesus hindurch. Familien zerbrechen, weil sie das Problem direkt ansehen, statt durch Jesus zu sehen.


Mein persönliches Zeugnis

Mit 24 sagte mir mein Orthopäde: „In zwei Jahren sitzt du im Rollstuhl.“ Ich hatte schlimme Knieprobleme. Aber ich habe erlebt, wie Gott heilte. Heute, 40 Jahre später, mit 64, gehe ich auf meinen eigenen Beinen. Das war kein Zufall, keine Einbildung. Es war Gottes Werk.

Diese Erfahrung kann mir niemand nehmen. Und deshalb stehe ich heute hier.


Was Petrus lernte

Petrus ging – und fiel. Aber er lernte: Solange mein Blick auf Jesus gerichtet bleibt, trage ich. Das ist der Unterschied. Wir alle brauchen diesen „geistlichen Augenarzt“. Wenn wir auf Umstände, Krankheiten oder Menschen blicken, verlieren wir den Mut. Wenn wir auf Jesus blicken, kommt Frieden.


Ein weiteres Beispiel aus Johannes 6

Jesus fragt Philippus: „Wie sollen wir all diese Menschen satt machen?“ Philippus beginnt zu rechnen, zählt die Dinare, kalkuliert – 200 Dinare reichen nicht. Andreas findet einen Jungen mit fünf Broten und zwei Fischen. „Aber was ist das für so viele?“

Jesus sagt: „Wir werden ihnen zu essen geben.“
Nicht duwir.

Das ist entscheidend: Jesus nimmt uns mit hinein in sein Wirken. Ohne ihn können wir nichts tun. Aber mit ihm – können wir Wunder erleben.

Wann immer du ein Problem hast – Krankheit, Mangel, Streit – wende dich zuerst an Jesus. Sage nicht: „Ich habe ein Problem.“ Sage: „Jesus, wir haben ein Problem.“

Jesus in uns – das verändert alles.


Zum Schluss: Ein Aufruf zum neuen Sehen

Richtiges Sehen bedeutet, die Welt, die Menschen und unsere Situation durch Jesus zu betrachten. Nicht direkt auf das Problem zu starren, sondern durch ihn hindurch.

Wenn wir das lernen, werden wir Frieden finden – in Krankheit, in Sorgen, im Verlust. Denn Jesus ist mit uns.


Abschlussgebet

Vater im Himmel, danke, dass du Herr über alles bist. Du siehst die Welt, du siehst jeden einzelnen hier. Öffne unsere Augen, damit wir dich erkennen in allen Dingen. Lehre uns, die Probleme nie direkt anzusehen, sondern durch dich. Sei du unser Augenarzt, Herr.

Wie bei Elisa – öffne uns die Augen, damit wir sehen, dass du größer bist als jedes feindliche Heer.

In Jesu Namen, Amen.

Das Volk sage: Amen.

Ich wünsche euch ein neues Sehen – ein anderes Schauen. Durch Jesu Brille gesehen.

(Transkribiert und zusammengefasst von KI)

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