Hoffnung in Krisenzeiten: Warum wir keine Angst vor dem Tod haben müssen
Gottesdienst vom 17.05.2026 | Prediger: Georg Messerschmidt
Schön, dass du da bist. Wir leben in einer sehr angespannten Zeit. Überall auf der Welt gibt es Kriege, überall auf der Welt gibt es Krisen. Es sind nicht nur kriegerische Auseinandersetzungen, es sind auch weltweite Krisen, wie etwa die Weltwirtschaftskrise. Überall herrscht, gelinde gesagt, einfach nur Chaos. Und das macht etwas mit dir, das macht etwas mit mir. Wir leben praktisch permanent in einer Spannung. Wir haben so viele Fragen – und keiner beantwortet sie uns.
Es gab einen Mann namens Daniel im Alten Testament. Er lebte auch in so einer Zeit. Er war nicht zu Hause, sondern lebte in der Verbannung. Er lebte ebenfalls in dieser immensen Spannung. Doch er hat den Herrn gefragt, und Gott antwortete ihm. Er war nicht freiwillig da, wo er war. Wer kennt diesen Mann Daniel? Alle Bibelleser kennen ihn. In Daniel 2 hat er etwas ganz Besonderes gemacht: Er hat den Herrn inmitten von Schwierigkeiten proklamiert. Inmitten einer ausweglosen Situation hat er etwas ausgesprochen, obwohl das Äußere sich überhaupt nicht danach anfühlte.
Hoffnung inmitten von Krisen: Das Vorbild von Daniel
Dazu lesen wir Daniel 2, 20 bis 22. Darin lobte Daniel den Gott des Himmels und sprach folgende Proklamation aus:
„Gelobt sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Denn sein sind Weisheit und Stärke. Er ändert Zeiten und Stunden. Er setzt Könige ab und setzt Könige ein. Er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen Verständnis. Er offenbart, was tief und verborgen ist. Er weiß, was in der Finsternis liegt, denn bei ihm wohnt das Licht. Halleluja.“
Lasst uns für die kommende Woche eines tun: Wenn du in der Frühe aufstehst, wenn du deine Augen aufmachst, nimmst du die Bibel, die an deinem Nachttisch liegt. Und als Allererstes wirst du diese Verse lesen und proklamieren. Wer ist dabei? Wer wird das mit mir zusammen machen? Bis zum nächsten Sonntag, bis Pfingsten. Lasst uns diese Worte gemeinsam proklamieren und genau das in unseren aktuellen Situationen üben.
Zusammenstehen in herausfordernden Zeiten
Wir leben in einer Zeit, die uns sehr viel abfordert und abverlangt. Die meisten von uns sind davon direkt betroffen. Manche sind von kriegerischen Handlungen berührt, andere leiden unter politischen, sozialen oder wirtschaftlichen Herausforderungen. Manche sind heute genau deshalb nicht hier, weil sie sich um dringende Nöte kümmern müssen, während andere hier sind und ausharren.
Vielen stehen noch große Herausforderungen bevor. Es gibt Menschen in unserer Mitte, die vor entscheidenden Prüfungen stehen, welche richtungsweisend für ihr ganzes Leben sind. Andere bangen um Familienangehörige, die sich in äußerst gefährlichen und bedrohlichen Situationen befinden oder gar ihrer Freiheit beraubt wurden. Wir stehen zusammen, Hand in Hand. Lasst uns im Geist zusammenstehen und diese Verse aus Daniel noch einmal ganz bewusst in all diese Situationen hinein proklamieren:
„Daniel hob an und sprach: Gelobet sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn Weisheit und Macht, sie sind sein. Und er ändert Zeiten und Zeitpunkte, setzt Könige ab und setzt Könige ein. Er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen Verständnis. Er offenbart das Tiefe und das Verborgene. Er weiß, was in der Finsternis ist, und bei ihm wohnt das Licht. Halleluja.“
Vater im Himmel, ich danke dir für deine Gnade. Ich danke dir, dass du dieser Gott bist, der Könige einsetzt und Könige absetzt. Danke, dass du Weisheit und Gelingen schenkst. Danke, dass wir uns an dich wenden dürfen und dass du das Tiefe und Verborgene offenbarst. Danke, dass wir nicht in der Dunkelheit leben müssen, sondern dass bei dir Licht wohnt und dieses Licht mitten unter uns ist – in dem Namen Jesus Christus. Amen. Diese Worte seien über euch allen proklamiert!
Der Ursprung von Schmerz und die Realität des Todes
Jesus ist das Licht der Welt. Ich möchte aber auch ein wenig darauf eingehen, was gerade um uns herum passiert, wieso es passiert – und dass wir dafür eine Lösung und Hilfestellung haben. Der Ursprung findet sich in 1. Mose Kapitel 2, ab Vers 15:
„Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, um ihn zu bebauen und zu bewahren. Und Gott der Herr gebot den Menschen und sagte: Von jedem Baum des Gartens darfst du zu jeder Zeit essen.“
Der Herr setzt uns in eine Welt und sagt: Genieße das, arbeite darin, lebe darin! Aber er hat uns auch vor eine Wahl gestellt, wie wir in Vers 17 lesen: „Aber von dem Baum der Erkenntnis sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon essen wirst, wirst du gewiss sterben.“
Im hebräischen Urtext steht dort eigentlich eine Doppelung des Wortes Sterben. Man könnte es übersetzen mit: „wirst du des Todes sterben.“ Und genau den Salat haben wir jetzt. Deshalb sehen wir aktuell so viele Kriege und so viele Menschen, die sterben müssen. Adam und Eva sind seitdem gestorben, und seitdem haben wir diese Situation auf der Welt. Auch in unseren eigenen Reihen gab es in letzter Zeit Verluste. Allein in diesem Jahr mussten wir uns von geliebten Angehörigen verabschieden. Wir sehen also: Es trifft zu.
Wir brauchen nur in die Ukraine schauen. Wir brauchen nur in den Iran schauen, in den Sudan oder nach Algerien, um zu sehen, was dort alles passiert und wie viele Menschen sterben. Das ist eine Situation, die einen zutiefst bewegt. Es beklemmt das Herz. Wem geht das nicht so? Wenn wir uns das anschauen, macht uns das sehr betroffen.
Vor Kurzem gab es auch in meiner eigenen Familie einen Trauerfall, und ich stand im Vorfeld mit einer Angehörigen zusammen, die total am Boden zerstört war. Obwohl sie einen anderen Glauben hat, durfte ich ihr biblische Worte zusprechen – Worte aus dem Buch des Lebens. Ich sagte zu ihr: „So ist das Leben seit Adam und Eva hier auf der Erde. Die einen werden geboren, da freuen wir uns, und die anderen müssen irgendwann gehen.“ Geburten machen uns froh, da kommt etwas Neues, das bringt immer ein Lächeln auf unsere Gesichter. Aber ewig leben können die Menschen hier nicht – seit Adam und Eva.
Seither ist diese Angst vor dem Tod und vor dem Sterben tief bei den Menschen verankert. Sobald wir in problematische Lebenssituationen kommen, überfällt uns sofort eine solche Angst und Furcht, die uns innerlich an das Sterben erinnert. Plötzlich erscheint jedes Problem existenzbedrohend. Plötzlich ist diese Lebensangst da.
Der Herr verschlingt den Tod für immer
Doch zum Glück unterliegt der Gott, der damals im Garten Eden zu den Menschen sprach, nicht diesem Tod! Ich möchte dazu einen Bibelvers aus Jesaja 25, Vers 8 mit euch teilen:
„Er wird den Tod für immer verschlingen.“
Wow, was für eine Aussage! „Und der Herr wird die Tränen von allen Gesichtern abwischen und wird die Schmerzen seines Volkes auf der ganzen Erde beenden, denn der Herr hat es gesagt.“
Ist das nicht etwas, das einem wieder Hoffnung macht? Hier wird deutlich, dass der Tod nicht das Ende der Existenz ist. Der Tod ist nicht unbesiegbar! Da ist jemand, der wird diesen Tod für immer verschlingen und beseitigen. Das lässt uns hoffen und bringt sofort ein völlig anderes Bild vor unser inneres Auge. Egal was passiert: Da ist jemand, der über diesem Tod steht. Ich spreche heute ganz bewusst über diesen Feind, den Tod, weil wir derzeit nicht nur durch Kriege in der Welt konfrontiert werden, sondern auch in unserem persönlichen Umfeld so viel mit dem Sterben beschäftigt sind.
Mit dem Tod ist nicht alles aus
In Johannes 5, 28 und 29 lesen wir: „Wundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden.“
Hier sagt der Herr etwas ganz Interessantes. Normalerweise denkt man ja in der Welt: „Klappe zu, Affe tot, fertig.“ Aber Jesus sagt etwas völlig anderes. Alle, die verstorben sind, die ihren irdischen Leib abgelegt haben und deren Körper bereits begraben ist, werden seine Stimme hören. Das bedeutet ganz klar: Mit dem Sterben ist es nicht zu Ende! Wir sind dann immer noch fähig, eine bestimmte Stimme zu hören – die Stimme des Herrn.
Du bist immer noch existent, obwohl das Herz, der Motor unseres Körpers, aufgehört hat zu schlagen und der biologische Kreislauf zerfällt. Unser Geist hört bis ins Jenseits die Stimme des Herrn. Das weckt mein Innerstes auf! Mit dem Sterben ist nicht alles aus. Ich habe die Stimme des Herrn gehört, bevor ich gestorben bin, und ich werde sie auch danach hören.
Der Apostel Paulus sagte einmal, dass er eigentlich lieber heute als morgen sterben möchte, um den Leib abzulegen. Ein Mensch, der scheinbar freiwillig gehen will? Warum sagte Paulus das? Weil er ganz genau wusste, dass dieses kurzzeitige Leben auf dieser Erde mit Mühen, Hunger, Schmerzen, Krankheiten und Leiden verbunden ist. Paulus hatte selbst einiges zu tragen. Die Bibel sagt, der Mensch wird 70, wenn es hochkommt 80 Jahre alt. (Heute werden wir durch die Medizin vielleicht etwas älter, aber es bleibt eine begrenzte Zeitspanne). Paulus wusste: All das hier ist so kurz. Danach wechseln wir in eine andere Sphäre, in die Sphäre Gottes, wo es eine völlig andere Zeit und ein völlig anderes Lebenssystem gibt. Dort wird kein Leiden sein. Deshalb sagte Paulus: „Ich möchte dorthin. Aber ich habe hier noch einen Auftrag zur Erfüllung, deshalb bleibe ich.“ Gott sei Dank ist Paulus noch eine Weile geblieben, denn so haben wir heute seine Briefe und seine Lehre.
Eine neue Perspektive auf das Sterben
Wir alle leben aber noch in dieser irdischen Welt, in der Situation, in die uns Adam und Eva gebracht haben. In 1. Korinther 15, 4 schreibt Paulus: „…dass er begraben wurde und am dritten Tag gemäß den Schriften auch auferstanden ist.“
Wer das Evangelium verstanden hat, weiß: Wir wurden mit ihm begraben und mit Jesus Christus auferweckt. Wer sagt Halleluja? Halleluja! Mit Jesus Christus sind wir begraben und mit ihm erleben wir die Auferstehung. Unser alter Mensch ist schon begraben, und mit ihm sind wir jetzt schon zu neuem Leben auferstanden.
Deshalb wehre ich mich gegen den Satz, den man manchmal auf Beerdigungen hört: „Er ist des Todes gestorben.“ Für uns Gläubige ist das nicht wahr! Ich werde nicht „des Todes sterben“. Ich werde einfach nur sterben, indem ich meinen Leib ablege. Aber der Tod selbst ist ein Feind, den Jesus Christus besiegt hat. Und er ist der letzte Feind, der am Schluss in den Feuersee geworfen wird (Offenbarung 20). Diesen Tod hat Jesus besiegt!
Wenn wir die Sphären des Lebens vom Sichtbaren ins Unsichtbare wechseln, hat Jesus Christus den Tod bereits für uns besiegt. Deshalb ist das Sterben für uns niemals ein Verlorengehen, niemals ein Verlust für immer. Jeden unserer Brüder, jede Schwester, jeden gläubigen Angehörigen, der von uns geht, werden wir wiedersehen. Wir werden uns eines Tages an der Seite von Jesus Christus treffen.
Das verändert das Bild völlig! Plötzlich ist eine Beisetzung nicht mehr nur ein Grund zu endloser und tiefster Traurigkeit. Ich denke mir bei denen, die im Herrn von uns gehen, manchmal: Ich beneide dich fast! Ich freue mich, dass du schon da bist, wo ich noch hin möchte. Letztendlich ist es für die Person, die geht, ein freudiges Ereignis. Wir, die zurückbleiben, trauern natürlich. Eigentlich sind wir diejenigen, die Mitgefühl brauchen, weil wir uns hier noch plagen, leiden und krank werden müssen. Eigentlich müssten die Heimgegangenen eher um uns trauern, die wir noch hier sind. Das ist die reinste Wahrheit. Amen!
Jesus hält die Schlüssel des Todes
Ein letzter Vers dazu aus Offenbarung 1, 17 und 18. Dort schreibt Johannes über seine Begegnung mit dem verherrlichten Christus:
„Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen hin wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sagte zu mir: Fürchte dich nicht!“
Johannes, der hier auf der Erde noch lebte, fiel vor lauter Schreck wie tot um. Kennt ihr das, wenn jemand sich so erschreckt, dass er in Ohnmacht fällt? Genau das passierte Johannes. Aber Jesus kam, legte seine Hand auf ihn und sagte: „Fürchte dich nicht.“ Wisst ihr, wie oft in der Bibel steht, dass Gott sagt: „Fürchte dich nicht“? Genau 365 Mal. Für jeden Tag im Jahr einmal. Der Herr ist so perfekt!
Jesus spricht dann weiter: „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes.“
Der Herr Jesus Christus hat den Schlüssel! Nicht der Teufel, der so oft gefürchtet und mit dem Tod in Verbindung gebracht wird. Jesus hat den Schlüssel. Und wessen Bruder, wessen Schwester bist du? Jesus sagte zu seinen Jüngern – und das gilt für dich und mich: „Du bist mein Bruder, du bist meine Schwester.“ Wir haben so einen mächtigen Bruder an unserer Seite! Er hat die absolute Autorität.
Wir brauchen keine Angst zu haben. Egal, was in deinem Leben gerade passiert. Ob wir auf der Erde bleiben oder hinübergehen. Ob wir eine irdische Prüfung schaffen oder nicht. Der Herr hat die Schlüssel. Er sagt: „Fürchte dich nicht. Ich halte deine Hand.“ Genau wie Jesus seine Hand auf Johannes legte, legt er seine Hand auf jeden Einzelnen von uns, sobald wir vor lauter Lebensangst innerlich zusammenbrechen. Jesus lässt uns nicht liegen! Er lässt uns nicht allein. Er kommt und sagt: „Fürchte dich nicht. Ich bin da. Ich habe den Schlüssel.“
Jesus ist kein Gott der großen Entfernung. Kein schrecklicher oder zorniger Gott, der uns fernbleibt. Er ist derjenige, der uns liebt. Er kommt zu dir, legt seine Hand auf deine Schulter, auf deinen Rücken, auf deinen Kopf, auf deine wunde Stelle. Er berührt dein Leiden, berührt deinen Körper, berührt deine Angst und deine Furcht und sagt: „Fürchte dich nicht. Ich habe die Schlüssel.“
Ein Gebet des Friedens und der Befreiung
Danke Jesus, dass du Gott der Herr bist, dass du ein mächtiger Vater bist, der uns annimmt. Danke, dass wir in dir einen Bruder haben, einen Erlöser, der den Tod geschmeckt hat und von den Toten auferstanden ist. Du bist das Leben und du sagst: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben.“
Danke, dass du dieses Wort jedem Einzelnen von uns zusprichst. Danke, dass du uns nicht mit der Angst und Furcht alleine lässt, sondern dass du wirklich da bist, uns entgegenkommst und deine Hand ausstreckst. Einem sinkenden Petrus hast du aus der Tiefe herausgeholfen. Einem in Ohnmacht gefallenen Johannes legst du die Hand auf und sagst: „Fürchte dich nicht.“ Und jemandem, der am Leben verzweifelt, rufst du zu: „Ich lebe, und du sollst auch leben.“
Danke Jesus, dass du zu den Menschen, die gefangen im Tod sind, wie damals zu Lazarus sprichst: „Komm heraus!“ Du befreist uns und löst uns von den Leinentüchern der Angst und des Todes. Danke Jesus, dass wir in dir diese gewaltige Hoffnung haben.
Ich spreche jedem Bruder und jeder Schwester, die hier sind oder von zu Hause aus zuschauen und die in tiefen Problemen stecken, diesen Frieden und diese Gewissheit zu, im Namen Jesu Christi. Und alle sagen: Amen! Amen!
Er ist würdig anzunehmen Lob und Dank und Preis. Halleluja! Geht nach Hause und feiert Jesus. Selbst wenn Stürme und Krisen um euch herumtoben: Der Herr setzt ein und der Herr setzt ab. Der Herr gibt Weisheit und der Herr gibt Verständnis. Im Namen Jesu Christi, seid ermutigt in ihm. Geht in Frieden und feiert Jesus. Der Herr ist gut. Amen.
(Transkribiert und zusammengefasst von KI)
