Weihnachten – Die Geburt Jesu: Eine Botschaft der Hoffnung und Freude

Gottesdienst vom 24.12.2025 | Prediger: Georg Messerschmidt

Geburtstag – ja, Jesus ist als Kind geboren, und das ist eine Geburtstagsfeier. Wir nennen das in Deutschland Weihnachten. In anderen Ländern heißt es Christmas, zum Beispiel. Und zu dieser Feier: herzlich willkommen!

Diese Geschichte ist vor langer, langer Zeit passiert – ungefähr vor 2000 Jahren, sogar noch etwas länger her. Es war zur Zeit des Kaisers Augustus. Er regierte damals in Rom, und Rom beherrschte die ganze damals bekannte Welt. In dieser Zeit geschah es, dass Maria hochschwanger war. Sie war an einem Ort, an dem sie eigentlich nicht bleiben sollte, denn Jesus sollte an einem anderen Ort geboren werden – in Bethlehem.

Maria lebte mit Josef in Nazareth, einem Ort in Galiläa. Galiläa wiederum liegt an einem großen See, fast schon einem Meer. Zwischen Nazareth und Bethlehem liegen etwa 100 Kilometer – kein kurzer Weg! Heute würde man sich einfach ins Auto setzen, und in einer bis anderthalb Stunden wäre man da. Damals jedoch war es ein beschwerlicher Marsch, besonders für eine schwangere Frau.

Doch Gott, der Vater, ließ sich etwas einfallen: Kaiser Augustus gab den Befehl, dass sich alle Menschen des Reiches in ihren Heimatorten in Steuerlisten einschreiben lassen sollten. Ein Befehl, dem niemand widersprechen konnte. So mussten sich Josef und Maria auf den Weg nach Bethlehem machen. Diese Geschichte findet man in Lukas Kapitel 2, Verse 1 bis 6.

Die Reise nach Bethlehem

Sie machten sich also auf, den langen beschwerlichen Weg – mit einem Esel, auf dem Maria ritt. Und als sie schließlich in Bethlehem ankamen, war es Zeit: die Geburt stand bevor. Doch das war kein gewöhnliches Ereignis, kein privater Moment nur für Maria und Josef.

Denn dieses Kind, Jesus, war etwas Besonderes. Als ich – Georg – geboren wurde, nahm niemand am anderen Ende der Welt Notiz davon. Aber bei Jesus war es anders. Seine Geburt war von universalem, ewigem Bedeutung.

Schon im Alten Testament war prophezeit worden, wo dieser Herrscher geboren werden sollte:

Micha 5,1:
„Und du, Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den Städten Judas: aus dir soll mir der hervorgehen, der Herrscher über Israel sein wird; und sein Ursprung ist von Anfang, von Ewigkeit her.“

Dieses Wort sagte voraus, dass der Retter in Bethlehem Ephrata geboren wird – nicht in irgendeinem Bethlehem, sondern in dem bei Jerusalem, etwa 8 bis 18 Kilometer entfernt.

Und so wurde Jesus geboren. Nicht zufällig, sondern nach Gottes Plan.

Ein Sohn ist uns gegeben

Auch Jesaja 9,5 spricht davon:
„Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben.“

Ein Kind wird geboren – aber ein Sohn ist gegeben. Der Sohn gab es schon vor seiner Geburt, denn Jesus war von Ewigkeit her beim Vater. Vater, Sohn und Heiliger Geist – die göttliche Dreieinigkeit.

Jesus kam in diese Welt nicht als gewöhnliches Kind, sondern als der ewige Sohn Gottes, der Mensch wurde.

Die Engel und die Hirten

Dieses Ereignis blieb nicht verborgen. Denn als Jesus geboren wurde, erschien ein Engel den Hirten auf dem Feld in der Nähe Bethlehems. Es war mitten in der Nacht, und plötzliche Herrlichkeit umstrahlte sie. Die Hirten fürchteten sich sehr.

Doch der Engel sprach zu ihnen:

„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren wird. Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Heiland geboren: Christus, der Herr.“

Und als Zeichen sollten sie ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.

Dann erschien mit dem Engel eine ganze Schar himmlischer Heerscharen, die Gott lobten und sprachen:

„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!“

Gott wird geehrt – und den Menschen gilt sein Wohlgefallen. Schon hier spricht Gott dich und mich an.

Die Entscheidung der Hirten

Die Engel verschwanden, und die Hirten sagten zueinander:
„Lasst uns nach Bethlehem gehen und sehen, was geschehen ist.“

Sie machten sich eilends auf und fanden Maria, Josef und das Kind in der Krippe. Danach verbreiteten sie überall, was ihnen gesagt worden war.

Auch das ist unser Auftrag heute: die Botschaft weiterzutragen, dass Jesus, der Retter, gekommen ist.

Begegnung mit Jesus

Jesus ist nicht einfach „irgendwann“ gekommen. Er ist gekommen, um dich zu erreichen – persönlich. Die Hirten hätten auch sagen können: „Wir bleiben lieber hier bei der Herde.“ Doch sie machten sich auf.

Wie oft bleiben wir heute lieber zu Hause, anstatt uns aufzumachen, Gott zu begegnen? Viele Menschen gehen vielleicht nur einmal im Jahr, an Weihnachten, in den Gottesdienst. Aber Jesus ruft uns jeden Tag zu sich: „Komm!“

Denn die Begegnung mit Jesus verändert. Sie bringt Freude, Befreiung und Frieden – Dinge, nach denen jeder Mensch sich sehnt.

Weihnachten – mehr als Kerzen und Lichter

Das Angebot Jesu gilt jedem Menschen – egal ob krank, verletzt, überfordert oder verstrickt in Sorgen. Jesus bietet Rettung und Erlösung an.

Weihnachten bedeutet: Der Retter ist gekommen. Und dieses Ereignis darf jeden Tag in unserem Leben stattfinden. Weihnachten ist nicht nur am 24. Dezember – Weihnachten kann heute sein, morgen, an jedem Tag, wenn du Jesus begegnest.

Denn Jesus ist nicht gekommen, um zu richten – sondern um zu retten.

Lass Weihnachten also nicht nur ein Fest mit Kerzen, Geschenken und Lichtern sein. Diese Dinge sind schön, aber sie sind nicht das Zentrum. Mitten im Glanz und Trubel steht Jesus – das wahre Licht.

Er bietet dir Frieden, Freude und Versöhnung mit Gott an.

Die wahre Bedeutung von Weihnachten

Weihnachten heißt: Gott wird Mensch, um dich zu retten.
Weihnachten heißt: Freude für alle Menschen.
Weihnachten heißt: Hoffnung, die stärker ist als Dunkelheit.

Am Ende des Gottesdienstes gab es noch eine Einladung zum Gebet – ein Angebot, Jesus sein Herz zu öffnen. Denn wer sich öffnet, darf erfahren, was die Engel damals den Hirten sagten:

„Euch ist heute der Retter geboren.“

Nach der Predigt kamen die Kinder, spielten ein Theaterstück zur Weihnachtsgeschichte und bekamen Geschenke – ein schönes Symbol der Freude.

Wie die Weisen damals Gold, Weihrauch und Myrrhe brachten, bringen wir heute unser Herz, unsere Dankbarkeit und unsere Liebe.

Denn Jesus ist das größte Geschenk von allen.

Frohe Weihnachten – und möge dieses Geschenk jeden Tag neu in deinem Leben lebendig werden.

(Transkribiert und zusammengefasst von KI)

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