Auf dem Rundflug des Glaubens – Mit Abraham unterwegs
Gottesdienst vom 16.11.2025 | Prediger: Georg Messerschmidt
Einladung zum Rundflug
Ihr Lieben, ich möchte euch heute einladen zu einem Rundflug. Wer ist schon einmal geflogen? Hebt mal die Hand! Viele, ja! Und wer von euch hat den Piloten gesehen, der euch geflogen hat? Die wenigsten, oder? Trotzdem vertraut ihr ihm, ohne zu wissen, wie er heißt. Wir steigen ins Flugzeug und glauben, dass er uns sicher ans Ziel bringt.
Genauso ist es mit unserem Glauben: Wir vertrauen Gott, auch wenn wir ihn nie gesehen haben.
Meine Frau lässt euch herzlich grüßen. Sie wird das nächste Mal wieder dabei sein. Als Kind wurde sie von einem Auto überfahren und über viele Meter mitgeschleift. Sie lag danach im Krankenhaus – und dort hat sie Jesus gesehen. Sie kam aus einer muslimischen Familie, kannte ihn also gar nicht. Doch als sie aufwachte, sagte sie: „Ich habe Jesus gesehen!“ und wusste sofort, wer er war. Wenn man Gott sieht, erkennt man ihn – ganz sicher.
Lasst uns also mit diesem Jesus als unserem Piloten einen Glaubensflug machen – heute in den Nahen Osten. Wir werden nicht nur geografisch reisen, sondern auch in der Zeit, hin zu Abraham.
Die Crew an Bord
Vor jedem Flug braucht es eine Crew. Sarah Jane hat heute die Sicherheitsdurchsage gemacht – hervorragend!
Dann gibt es Ju, die im Gebetsteam ist und für den Gottesdienst betet, und Anna, die sich um die Finanzen kümmert – damit unser Sprit bezahlt wird. Ohne die beiden würde die „Maschine“ nicht fliegen.
Debbie sorgt für Technik und Kinderbetreuung – sie hat alles im Griff. Und natürlich ist David da, mein treuer Mitarbeiter. Zusammen mit Roland, Anna und Ju bildet er den Ältestenrat unserer Gemeinde.
Und dann das Lobpreisteam – sie führen uns in die Gegenwart Gottes, sie heben unsere Stimmung. Macht das nicht Freude?
Ihr seid die Passagiere, aber gleichzeitig Teil der Crew. Gemeinde ist nicht das Gebäude – sondern die Menschen, die an Jesus glauben. Wir sind der Leib Christi. Jeder hat eine Aufgabe.
Glaube statt Gesetz
Wir fliegen nun zurück in die Zeit Abrahams. Abraham ist eine der bekanntesten Personen der Bibel – der Vater des Glaubens. Und gerade an seinem Leben können wir erkennen, was echter Glaube ist.
Abraham war alt geworden. Gott hatte ihm viele Verheißungen gegeben – Land, Nachkommen, Segen. Doch die Jahre vergingen, und Abraham sah nichts davon erfüllt.
Eines Tages kam das Wort des Herrn zu ihm (1. Mose 15):
„Fürchte dich nicht, Abraham, ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.“
Doch Abraham war deprimiert. Er sagte:
„Herr, was willst du mir geben? Ich habe ja keine Kinder. Ein Fremder, Eliezer von Damaskus, wird mein Erbe sein.“
Da sprach Gott zu ihm:
„Er soll nicht dein Erbe sein, sondern dein eigener Sohn.“
Und dann führte ihn Gott hinaus, ließ ihn in den Himmel sehen und sprach:
„Zähle die Sterne – so zahlreich wird deine Nachkommenschaft sein.“
Und Abraham glaubte dem Herrn.
Dieser Glaube war keine Leistung. Abraham hatte keine Gesetze, keine religiösen Rituale, keine Priester. Nur er und Gott – und der Glaube.
Das ist das Entscheidende: Nicht Leistung, sondern Vertrauen. Nicht Gesetz, sondern Glaube.
Paulus und der Glaube Abrahams
Paulus schreibt im Römerbrief (Kapitel 4), dass Abraham die Verheißung nicht durch das Gesetz, sondern durch die „Gerechtigkeit des Glaubens“ empfing.
„Denn wenn, die aus dem Gesetz sind, Erben wären, so wäre der Glaube vergeblich … Doch es ist aus Glauben, damit es aus Gnade geschehe.“
Das ist der Kern: Die Verheißung Gottes kommt durch Glauben, nicht durch Werke. Wir müssen nicht „leisten“, um angenommen zu sein – wir dürfen einfach glauben.
Die Prüfung Abrahams
Später kam eine der größten Prüfungen des Glaubens. In 1. Mose 22 sagte Gott zu Abraham:
„Nimm deinen Sohn Isaak, den du lieb hast, und opfere ihn auf einem Berg, den ich dir zeigen werde.“
Eine furchtbare Vorstellung. Gott, der doch Menschenopfer verabscheut, fordert ein solches Opfer? Und doch gehorchte Abraham. Früh am Morgen machte er sich auf den Weg nach Moria – dahin, wo später Golgatha liegen sollte.
Er sagte zu seinen Knechten:
„Bleibt hier mit dem Esel. Ich und der Junge wollen dorthin gehen, um anzubeten. Danach kommen wir wieder zu euch.“
Er sagte: Wir kommen wieder. Nicht „ich allein“. Das ist entscheidend.
Abraham glaubte, dass Gott Isaak auferwecken könne. Er glaubte an die Auferstehung, noch lange bevor sie im Neuen Testament offenbart wurde.
Und Gott griff ein. Isaak wurde nicht geopfert. Gott zeigte: Er will keine Menschenopfer. Das Opfer, das er fordert, war schon geplant – sein eigener Sohn, Jesus Christus.
Der Glaube, der handelt
Hebräer 11 erinnert uns an dieses Ereignis:
„Durch Glauben opferte Abraham Isaak, als er geprüft wurde, und nahm den Eingeborenen dahin, obwohl er die Verheißung empfangen hatte … Er dachte, Gott könne ihn sogar aus den Toten auferwecken.“
Abraham handelte nicht aus Gefühl, sondern aus einer Überzeugung, aus Fakten: Er wusste, dass Gott treu ist.
Das ist Glaube – Vertrauen auf die Zusagen Gottes, nicht auf das, was wir sehen oder fühlen.
Unser Vater des Glaubens
Abraham ist der Vater des Glaubens, unser Vorbild. Durch ihn lernen wir, dass der Weg zu Gott nicht über das Gesetz oder Leistung führt, sondern über Vertrauen.
Glaube heißt: auf Gottes Verheißungen zu bauen, selbst wenn Umstände dagegenstehen.
Paulus fasst es im Römerbrief zusammen (Röm 4,16):
„Darum ist es aus Glauben, damit es aus Gnade geschehe, damit die Verheißung gewiss sei allen Nachkommen.“
Schlussgedanke
Glaube öffnet den Zugang zur Gnade. Nicht Taten, nicht Rituale, nicht religiöse Pflichten. Abraham hat geglaubt – und Gott hat es ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.
So dürfen auch wir glauben – und wissen: Gott ist treu.
Vater im Himmel, danke für Abraham, den Vater des Glaubens. Danke, dass wir von ihm lernen dürfen, was Vertrauen bedeutet. Stärke unseren Glauben, damit wir in allen Dingen auf dich schauen.
Amen.
(Transkribiert und zusammengefasst von KI)
