Gesetz und Glaube – Schließen sie sich aus?
Gottesdienst vom 23.11.2025 | Prediger: Georg Messerschmidt
Wer ist hier? Georg, ja. Aber wer ist die wichtigste Person hier überhaupt? Jesus.
Jesus – obwohl wir ihn nicht sehen. Er ist hier, der Heilige Geist vertritt uns, und Jesus ist mitten unter uns.
Lasst uns Jesus mal einen Applaus geben! Ja, er ist so gut, er ist so fantastisch.
Und wenn wir anfangen, Zeugnisse zu erzählen – allein schon ich, was ich alles mit dem Herrn erlebt habe – das würde den ganzen Tag füllen. Glaubt mir! Und bei euch ist es ganz bestimmt auch so. Es sind wirklich unglaubliche Dinge, die wir mit dem Herrn erleben. Doch die Tage sind lang, und irgendwann, na ja, vergisst man das. Dann fangen wir an zu jammern.
Aber weil wir Christen sind, haben wir einen besonderen Auftrag und meinen oft, dass wir „christlich leben müssen“. Und da erinnern wir uns an viele andere Dinge – an die Zehn Gebote, an die 613 Gebote. Wer kennt die Zehn Gebote? Die werden heute auch noch zum Tragen kommen.
Viele Dinge sind uns bekannt: „Du sollst das nicht machen“ und „Du sollst den Herrn lieben von ganzem Herzen; ehre deinen Vater und deine Mutter; begehre nicht deines Nächsten …“ – all diese Dinge. Und trotzdem begegnen sie uns im Alltag wieder und wieder. Ein Stückwerk werden wir davon reden, und deshalb ist mein Thema heute:
Gesetz und Glaube – schließen sie sich aus?
Wir werden es heute sehen. Seid ihr gespannt darauf? Ich auch.
Die Geschichte hinter Markus 9, Vers 19
Lass uns eine prägnante Bibelstelle aufschlagen: Markus Kapitel 9, Vers 19.
Ich habe hier wahrscheinlich eine andere Übersetzung, die Luther-Übersetzung, da steht Folgendes, das hat Jesus gesagt:
„O du ungläubiges Geschlecht! Wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn zu mir her!“
Ein tolles Wort für den Beginn einer Predigt – etwas hart vielleicht, oder? Hier kommt Jesus und spricht mit Menschen, und dann sowas! Das hört sich zuerst deprimierend an. Aber wenn wir die Geschichte dahinter anschauen, wie diese Aussage zustande kam, werden wir merken: Wenn wir dabei gewesen wären, würde dieser Satz ganz anders klingen.
Jesus auf dem Berg Tabor
Da ist also Jesus auf dem Berg Tabor – in der Nähe von Galiläa. In der Bibel steht nicht ausdrücklich, dass es der Berg Tabor war, aber Historiker und Schriftgelehrte sind sich einig, dass es nur dieser Berg gewesen sein kann.
Jesus ist also auf diesen Berg gestiegen, um zum Vater zu beten. Und er hat Petrus, Jakobus und Johannes mitgenommen. Alle anderen Jünger blieben unten und warteten.
Auf dem Berg erlebte Jesus die Verklärung – die Bibel schreibt davon: „Dies ist mein geliebter Sohn“. Sein Angesicht wurde hell, seine Kleider weiß – etwas, das menschlich nicht zu erklären ist. Vor Gottes Angesicht können solche Dinge passieren. Wer möchte das einmal erleben?
Von der Verklärung zur Begegnung
Als Jesus vom Berg Tabor herabstieg, nahm er diese Herrlichkeit mit sich. Sein Angesicht war verändert, und das Volk, das ihn sah, freute sich und lief zu Jesus.
Ganz anders als damals bei Mose.
Auch Mose war auf einem Berg – dem Sinai – und erlebte dort die Gegenwart Gottes. Als er herunterkam, brachte er die Gesetzestafeln mit, in Stein gemeißelt vom Finger Gottes. Doch das Volk wandte sich ab. Während Mose noch auf dem Berg mit Gott sprach, bauten sie sich ein goldenes Kalb. Und als Mose zurückkam, mussten 3.000 Menschen sterben.
Tragisch, oder?
Zwei Berge – zwei Botschaften
Zwei ähnliche Geschichten – aber so verschieden in ihrer Bedeutung.
Mose kam mit Gesetzen herunter, und 3.000 Menschen starben.
Jesus kam mit Liebe und Gnade vom Berg herunter – und Menschen wurden frei.
Als er vom Berg kam, brachte man ihm einen jungen Mann – einen fallsüchtigen Jungen, von bösen Geistern geplagt. Und Jesus sagte: „Bringt ihn zu mir.“
Das ist die Einladung Jesu an dich und mich: „Kommt zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid.“
Gesetz und Gnade im Alltag
Die Jünger, die unten geblieben waren, diskutierten mit Schriftgelehrten über das Gesetz – über Reinigungsvorschriften, über Gebote, über alles, was nötig schien, damit ein Wunder geschehen könne. Aber nichts half.
Jesus aber bringt keine Vorschriften.
Er bringt Gnade.
Er fragt nicht nach Schuld.
Er sagt nicht: „Warum habt ihr nicht geglaubt?“ oder „Ihr habt das Gesetz nicht gehalten!“
Er sagt: „Kommt zu mir.“
Und da erkennen wir: Kein Gesetz, keine Regel, keine religiöse Leistung kann uns frei machen – sondern allein Begegnung mit Jesus.
Glaube statt Gesetz
In Markus 9, Vers 23 heißt es:
„Alle Dinge sind dem möglich, der da glaubt.“
Und in Johannes 14, Vers 1 sagt Jesus:
„Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich.“
Er sagt nicht: „Haltet das Gesetz und alles wird gut“, sondern:
Glaubt.
Wenn du an Jesus glaubst, dann begegnest du Gnade. Und diese Gnade befreit, heilt und stellt wieder her.
Liebe – die Erfüllung des Gesetzes
Im 1. Korinther 13 lesen wir:
„Die Liebe glaubt alles.“
Die Liebe ist also der Schlüssel.
Denn Jesus selbst sagte:
„Ich gebe euch ein neues Gebot: dass ihr einander liebt.“
Wenn ein neues Gebot da ist, dann ist das alte erfüllt.
Denn die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes.
Wer liebt, erfüllt alle Gebote, ohne sie einzeln aufzählen zu müssen.
Die Hand Jesu
Zum Schluss, in Markus 9, Vers 27, heißt es:
„Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf.“
Das ist es, was Jesus heute tut.
Er reicht dir seine Hand.
Er möchte dich aus deinen Problemen, deinen Verletzungen, deinen Sorgen herausziehen – voller Liebe, ohne Vorwurf.
Kein Gesetz kann dich retten, kein Verhaltenskatalog kann dein Herz heilen.
Nur die Hand Jesu kann das.
Einladung zur Begegnung
Und so, wie dieser Junge vom bösen Geist befreit wurde, so will Jesus auch dich heute berühren.
Wenn du bereit bist, seine Hand anzunehmen, dann mach im Herzen diesen Schritt.
Schließ für einen Moment die Augen.
Streck Jesus im Geist deine Hand entgegen. Er sieht dich.
Wenn du magst, bete mit:
Vater im Himmel,
danke für deine Gnade.
Danke, Jesus, dass du mich nicht mit Vorschriften belädst,
sondern mir Liebe und Gnade schenkst.
Ich nehme deine Hand an.
Heile mein Innerstes, schenke mir Gewissheit und Frieden.
Ich will mit dir gehen, Jesus.
Danke, dass ich nicht länger ein Sklave von Angst oder Krankheit bin,
sondern ein Kind Gottes – an deiner Hand.
Amen.
Und wenn jemand heute noch ein persönliches Gebet möchte – ich lade dich ein, nach dem Gottesdienst zu kommen. Ich werde hier warten.
Keine Vorschriften, keine Anweisungen – nur Gebet und Liebe.
Denn Jesus reicht dir seine Hand.
Er ruft dich – und das Einzige, was du tun musst, ist:
Sie ergreifen.
(Transkribiert und zusammengefasst von KI)
